
Die
Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) Gesellschaft m.b.H. ist
ein Dienstleister
im öffentlichen
Nahverkehr in der Ost-Region Österreichs (Wien,
Niederösterreich und
Burgenland).
Seine Aufgabe ist
die Fahrplan- und Tarifkoordination aller in diesem Bereich
tätigen
Bahn-,
Bus- und
Straßenbahnlinien.
Die Koordination
umfasst:
die
Österreichischen Bundesbahnen mit
S-Bahn-,
Regionalbahn- und
Postbus-Linien sowie dem
City Airport Train
die
Wiener Linien mit
U-Bahn-,
Straßenbahn- und
Autobus-Linien sowie der
NightLine
die
Wiener Lokalbahnen mit der
Badner Bahn und Autobus-Linien
die
Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn
(Győr–Sopron–Ebenfurti Vasút)
die
Wieselbusse der NÖVOG
die Firmengruppe
Dr. Richard mit
Autobus-Linien
weitere private
Busunternehmen
Seit 2005 umfasst
das Aufgabengebiet des VOR - zumindest formal - auch das
Management
des
Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB).
Der VVNB soll in
den VOR integriert werden, um in Niederösterreich und
Burgenland ein einheitliches Tarifangebot zu schaffen.
Die für 2006
geplante Umsetzung dieses Vorhabens verzögert sich aber
voraussichtlich bis 2010.
Schon 2008 wurde
das Design überarbeitet um sich als moderne und
kundenorientierte Servicegesellschaft für Fahrgäste,
Verkehrsunternehmen und Gebietskörperschaften präsentieren
zu können.
Eine Besonderheit
des VOR ist, dass dessen Gebiet bis nach
Sopron in Ungarn reicht.

Der
Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) ist
der
Verkehrsverbund für jene Regionen
von
Niederösterreich und Burgenland, die außerhalb des
Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) liegen.
Der VVNB ist ein
sogenannter "Unternehmerverbund", das heißt,
die Gestaltung
der Verkehre liegt vor allem in der Verantwortung der
Verkehrsunternehmen.
Der Verbund ist
somit als Unternehmenskooperation zu sehen, wobei die
Unternehmen
die
Verkehrsplanung untereinander abstimmen und einen
gemeinsamen Tarif anwenden (sogenannte
Durchtarifierung).
Der VVNB ist in
relativ kleinräumige Zonen, sogenannte "Tarifgruppen",
unterteilt.
Diese weisen
durchschnittlich einen Durchmesser von ca. 5 km auf.
Der VVNB-Tarif
ist von der Systematik ein degressiver Kilometertarif.
Die Höhe des
Tarifs hängt somit nicht, wie im VOR, von der Anzahl der
durchfahrenen Zonen ab,
sondern von den
zwischen Quell- und Zieltarifgruppe zurückgelegten
Tarifkilometern.
Die
Tarifkilometer zwischen zwei Tarifgruppen entsprechen in der
Regel der Entfernung der Zonenzentren.
In Ausnahmefällen
wurden aus preispolitischen Überlegungen Tarifkilometer
willkürlich festgelegt.
Einige
Tarifgruppen gelten als sogenannte "Stadtverkehre", wo
zusätzliche Tarifangebote bestehen (z.B. Wr. Neustadt, St.
Pölten).
Der VVNB soll
nach dem Willen der finanzierenden Gebietskörperschaften in
den VOR integriert werden.
Grund ist vor
allem, dass die zwei unterschiedlichen Tarifsysteme, die
sich teilweise gegenseitig überlappen,
für den Fahrgast
speziell an den Grenzen zwischen VVNB zum VOR zu kompliziert
sind.
Der neue VOR wird
daher einen einheitlichen Tarif aufweisen,
der nach
derzeitigem Informationsstand eine Mischung aus den
in VVNB und VOR
aktuellen Systemen darstellt (kleinere Zonen als im VOR,
kein Kilometertarif mehr).
Zudem soll im
Busbereich die Bestellsystematik des VOR übernommen werden.
Die bereits
oftmals verschobene Umsetzung dieser Verbundreform wird
frühestens 2009 erfolgen.